Die verlorenen Worte

erklecklich

Eigenschaftswort
2021
39

Mhd. klecken: „platzen, krachen, bersten“, „sich spalten“, „klecksen, klatschen“; „Kleckse, Flecke machen, kleckern“, gebr. im Sinne von „mühsam vorwärtsgehen, langsam vorankommen“; auch „ausreichen“, „genügen“; zu heute nur noch mundartlichem klecken: „(Flüssigkeiten) geräuschvoll, tropfenweise fallen lassen“, „Flecken machen, schmieren“, so auch in der Bedeutung von „gut vonstattengehen“; verwandt sind der Klack, Hauptwort, ahd. (11. Jhdt.), mhd. klac: „Riß, Spalt, Knall“, „Klecks“, entsprechend klack schallnachahmend für einen klatschenden Ton, z.B. beim Aufprall einer tropfenden Masse, auch Doppelung klack klack für einen harten und kurzen Ton. „zwei knaben gruben auf der brach von einem weizenfeld einst einem hamster nach, der in den vorgen sommertagen, wie sich vermuthen liesz, erklecklich eingetragen.“ (In: Weisze, „briefw. der fam. des kinderfreundes“) „es hat ein erkleckliches eingetragen.“ (In: Friedrich Gottlieb Klopstock 12, 353) „Es war ein schöner, aber auch sehr heißer Tag, und nachdem Minns die Fleetstraße, Cheapside und Threadneedlestraße auf der Schattenseite mühsam durchwandert hatte, war er erklecklich warm und staubig geworden, und obendrein wurde es spät.“ (In: Charles Dickens, „Londoner Skizzen“, tredition, Ausgabe Hamburg 2011)

Zu finden in: Verlorene Worte