Die verlorenen Worte

vernehmlich

Etwas, das man vernimmt, also mit einem der Sinne (v.a. Gehör) aufnehmen kann. „Ans Haff nun fliegt die Möwe, Und Dämmrung bricht herein; Über die feuchten Watten Spiegelt der Abendschein. Graues Geflügel huschet Neben dem Wasser her; Wie Träume liegen die Inseln Im Nebel auf dem Meer. Ich höre des gärenden Schlammes Geheimnisvollen Ton, Einsames Vogelrufen – So war es immer schon. Noch einmal schauert leise Und schweiget dann der Wind; Vernehmlich werden die Stimmen, Die über der Tiefe sind.“ (Theodor Storm, Meeresstrand, 1854)

Zu finden in: Verlorene Worte
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