die
eine zärtliche Stimmung überkommt einen
zauberkräftig, traumhaft, charmant
von Zauberei zum Beispiel weiblicher umfangen, eingehüllt
wunderschön, reizend, bezaubernd
der
zum Zügeln am Kopf von Zug-, Last- und Reittieren angebrachte Vorrichtung bestehend aus Zaumgebiss und Riemenzeug
die
1. Rechnung für genossene Speisen und Getränke in einer Gaststätte; 2. Bergwerk; 3. Vereinigung zu gemeinsamen Zwecken wie Trinkgesellschaft, Zunft, Bergwerksgenossenschaft und deren Grube; Ort der Zusammenkunft
der
mittelalterlicher Ausdruck für einen Wildbienenzüchter
jmdn. einer Tat beschuldigen, bezichtigen
der

Von fnhd. / mhd. zierōt und ziere, mit der Endsilbe -at/-ath (siehe auch Bildung von Heimat(h) oder Heurat(h)): „Verzierung, Ausschmückung, Garnitur, Schnörkel“, „schmückendes Beiwerk“, „etwas, das zur Verschönerung eines Dinges von außen hinzu kommt“; „Zierathen an Säulen und Gesimsen, an Tischlerarbeit, an den Glocken, an einem Gebäude“, „ein Zimmer mit Zierathen überladen“; auch im Sinne von „seelischem und geistigem Schmuck, Rang, bevorzugte gesellschaftliche Stellung“: „der herrliche zierat und wolstand der wahrheit und gerechtigkeit“ oder „Schmuckformen des Sprachstils“: „alle zierahten der redekunst“. „… als habe gott ... die gestirne blosz zur zierath ... an das firmament des himmels gesetzet.“ (Johannes Praetorius (1630–1680), Schriftsteller, „Winter-Flucht der nordischen Som[m]er-Vögel“, 1678) „Es nennen nicht allein die vätter, sondern auch die mütter ihre kinder ihr geschmuck und zierath.“ (J. v. Münster, „Tractat. de polyteknia“, 1593) „zierrathen, oratorische oder oratorische blumen, heiszen in der beredsamkeit gewisse züge und redensarten, welche viel dazu beytragen, dasz eine rede angenehmer, durchdringender und überzeugender werde. hierzu rechnet man sinnreiche gedanken, rührende ausdrückungen, angenehme figuren, kühne metaphoren und eine wohlklingende setzung der wörter.“ (Johann Christoph Gottsched (1700–1766), u.a. Schriftsteller und Sprachforscher, „Wörterbuch der schönen Wissenschaften und freyen Künste“, 1760) „Verrückte Zieratbrauerei, Es ist eine saubre Bauerei. Nehme sie niemand zum Exempel, Die Elefanten- und Fratzentempel. Mit heiligen Grillen treiben sie Spott, Man fühlt weder Natur noch Gott.“ (Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), Dichter und Naturforscher, Gedichtsammlung „Zahme Xenien“, 1827) Redewendung: „Brich dir ja keinen Zierat ab!“ – „Stell dich nicht so an!“

der

auch: Zieraffe; Geck; jm., der übertriebenen Wert auf sein Äußeres legt, eingebildet wirkt

die

glänzende, prachtvolle Schönheit

der
großer (Holz-)Bottich, meist mit zwei Griffen
die
im Sinne von Disziplin
die

Zuckerwerk, kunstvolle Süßigkeiten – nach Goethe

der

VERDREHTES WORT

Mhd. vor dem 14. Jhd., ursprünglich bedeutet dieses Wort „Zuwendung, Einnahme, Beifall, Zustimmung, Annahme, unerwartet etwas erhalten“. Zufall entstammt dem Tätigkeitswort zufallen, auch zuovallen, mit gleichen Bedeutungen.

Es wurde verwendet für Beschreibungen wie: „das, was jemandem zufließt, was mir zu Teil wird, mir zufällt“.

Nach dem 14. Jhd. wurde es mit dem lat. Wort „accidens, accidentis“ verbunden. Dadurch entstand eine gegenteilige Bedeutung zum Ursprung des Wortes Zufall. Ab diesem Zeitpunkt ist folgende Erklärung zu finden: „etwas Unvorhersehbares, von außen plötzlich Hinzukommendes, ein unerwartetes Ereignis, aber auch etwas, das jemandem zustößt“.

Die ehemalige positive Bedeutung des Wortes Zufall, die auch „etwas hinzubekommen“, „auf mich zukommen“ oder „mir in die Hände fallen“ bedeuten kann, hat sich komplett verdreht.

Wir verwenden dieses Wort in diesem falschen Sinne für Krankheiten, Unfälle sowie für Schicksalsschläge aller Art. Dadurch hat dieses anfänglich energetisch gute Wort Zufall seinen Zauber und seine Kraft verloren. Die Redensart „Was für ein Zufall!“, ist mit der geläufigen Nutzung nicht wirklich wahrhaftig und verhindert unsere wahre Schöpferkraft. Wir Menschen verursachen alles im Leben selbst – es gibt keine Zufälle!

 „Treffliche Künste dankt man der Not und dankt man dem Zufall,
Nur zur Wissenschaft hat keines von beiden geführt.“

(Friedrich Schiller (1759–1805), aus: „Die Quelle“, Sämtliche Werke, Band I, S. 306–307, München 1962)

 „Ich wußt’, ein König ist ein irrer Stern,
Und nur der Zufall regelt ihm die Bahnen –
Doch warnt’ ich vor dem Schweif, nicht vor dem Kern…“

(Georg Herwegh (1817–1875), aus: „Auch dies gehört dem König“, Herweghs Werke, Berlin und Weimar, 1967)

 „Gieb dich nicht hin dem irrigen Gedanken,
Daß du ein Spielball blinden Looses seist.
Befreie dich von deinen engen Schranken,
Und such nach ihm, der für dich Zufall heißt.“

(Karl May (1842–1912), aus: „Zufall“, Himmelsgedanken, Gedichte von Karl May, Freiburg i. Br., S. 214–215, 1900)

Powered by SobiPro